Abschied und Neubeginn mit Auftaktsieg!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Das war es also: Unser erstes Pflichtspiel der Saison 2014/2015. Dahinter verbarg sich viel Arbeit in den letzten Wochen und Monaten. Doch die Kraftanstrengungen haben sich gelohnt. Nun hat sie uns wieder, die Lust mit Suchtfaktor und große Liebe Eishockey. Gleich zum ersten Heimspiel, dem Auftakt im NordOst Pokal, gegen die Hannover Scorpions kamen am Samstagabend 1.387 Fans in die Fexcom Eisarena Taucha.

Vorm Anbully wurden die Brüder Müller und Integrationsfiguren zum Leipziger Eishockey emotional verabschiedet. Die Trikots von Jens und Lars unters Zeltdach gezogen und dienen nun als Erinnerung an die erfolgreiche, sportliche Zeit aber auch als Ansporn unserer aktuellen Mannschaft. So begann die neue Saison mit den Beiden auf dem Tauchaer Eis unter tosenden Applaus. Für Jeden gab es eine Ehrenkarte für alle Spiele der IceFighters Heimspiele auf Lebenszeit. Danach kam es zu einer Runde an den Fans vorbei mit dem Titel "You'll Never Walk Alone". Ein toller aber auch ergreifender Moment als Abschluss der aktiven Eishockeylaufbahn der Brüder mit mancher Träne der Anwesenden im Zelt. Anders als Jens in der letzten Saison entschied sich Lars gegen ein Abschiedsspiel (wir berichteten). Das respektieren wir und können anhand der Gründe es nachvollziehen, wünschen Jens wie auch Lars Müller alles Gute und freuen uns mit ihnen auf die nächsten Male in der Fexcom Eisarena Taucha zu den Heimspielen der IceFighters.

Zum Spiel: Es lief sicher noch nicht alles perfekt. Wer hätte das auch erwartet nach der durchwachsenen Vorbereitung sowie bei acht Neuzugängen. Doch es sah schon gut aus, machte Appetit auf mehr. Der erfolgreiche Abschluss des Pokalspiels war verdient erkämpft. Die giftigen Tierchen spielen in der Oberliga Nord und waren unser erster Pflichtspiel-Partner der neuen Saison. Im zuge des Spielverlaufs wurden sie zwar immer lästiger, doch den Todesstoß konnten sie uns nicht geben. Dank einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung und gut aufgelegten IfL-Stürmern blieben die drei Punkte in Taucha. "Wir sind zufrieden fürs Auftaktspiel. Zu Beginn sind wir besser ins Spiel gekommen, Hannover hat später besser dagegen gehalten. Hannover besitzt starke Leute und gute Einzelspieler in den Reihen" meint IfL-Geschäftsführer André Krüll. Weiter: "Bei dem schönen Wetter sind wir mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden und auch im Umfeld hat alles funktioniert. Es war ein guter Auftakt für unsere IceFighters". Trainer Mannix Wolf: "Wir haben einige junge aber auch erfahrene Spieler neu dabei, das Team findet sich gut. Ich habe gesehen was auf dem Eis funktioniert und wo wir noch ansetzen müssen. Der Sieg war wichtig, in Braunlage am Sonntag wollen wir nachlegen". Am 04.10., 19 Uhr steht das erste Spiel in der Oberliga Ost an. FASS Berlin möchte Punkte entführen. Aber nicht mit unserer Mannschaft und den besten Fans der Liga! 
Fotos: Marco Lang  

Endstand: IceFighters vs. Hannover Scoripons 6:4 (3:1, 2:2, 1:1)
Zuschauer: 1.387
IfL-Tore: Hannes Albrecht 3x (9., 15., 31. Minute); Jedrzej Kasperzcyk, 12. Minute. Minute; Marvin Miethke, 39.Minute; Tomas Vrba, 46. Minute
Scorpions-Tore: Robin Ringe, 20. Minute; Herklotz 22. Minute; Andreas Morczinietz, 34. Minute
; Jeffrey Keller, 43. Minute

Weitere Fotos und Videos vom Spiel auf der www.facebook.com/icefightersleipzig

   

Vertrauen getankt, Testspiel gewonnen!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte



Vorab: Es ist alles gut gegangen. Was jedoch in den Tagen und Stunden davor geschah lässt sich so beschreiben - ein Kraftakt! Das Vorbereitungsspiel gegen die Piranhas Rostock mutierte bei den Eisarena-Verantwortlichen, wie auch bei der sportlichen Abteilung zur Bewährungsprobe. Es sollte nichts schief gehen. Dementsprechend sah man auch vor der Partie am Samstagabend angespannte Minen bei den IfL-Geschäftsführern und unserem Trainer. Seit Dienstag wurden die technischen Anlagen im Kampf gegen den Nebel erfolgreich getestet. Dann kam der Freitag. Warme Temperaturen, viel Regen, Unwetter, dicker Nebel. Die Firma KW-rent (GF Herr Jann im Bild) musste abermals ran, rüstete mit den Eisarena-Mitarbeitern bis in den frühen Samstagmorgen weiter auf. Doch die bange Frage schwebte unterm Zeltdach: Wird alle Anstrengung am Samstagabend bei einer gut gefüllten Fexcom Eisarena reichen? Und wie: glasklare Sicht, große Erleichterung bei allen, besonders als ein Gewitter in der ersten Drittelpause über das Zelt zog und die Sicht-Situation sich nicht veränderte.

Zum Spiel: Für den letzten Heimtest hatte sich unser Team einiges vorgenommen. Und so legten unsere Jungs auch los. In der 8. Minute begann der Torreigen. Hochverdienter Treffer durch Florian Eichelkraut, vorbereitet durch Tom Fiedler und Damian Martin. Keine dreißig Sekunden später schlug es abermals bei den Gästen ein. Fabian Hadamik, gut in Szene gesetzt von Jannick Striepecke und Tomas Vrba. Noch zwei Mal trafen die IceFighters Leipzig im 1. Drittel: Eichelkraut und Tom Fiedler zum 4:1. Vorher verkürzten die Piranhas zum 3:1, Igor Bacek. In der 23. Minute macht Fabse seinen zweiten Treffer, vorbereitet von einem gut aufgelegten Tomas Vrba. Rostock spielte auch noch mit, hatte trotz des zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 6:2 nie den direkten Zugriff aufs Spiel und sollte mit der Spielweise an diesem Abend auch nicht der Maßstab der Saison sein. Mit seinem dritten Treffer setzte Eichi ein Ausrufezeichen. Was hier zu erwähnen ist, ist die Vorlage, die Spielfreude und die Ausstrahlung auf die Mannschaft von Hannes Albrecht. Hannes spielte das erste mal seit seiner OP im Frühjahr, trainiert erst seit einigen Tagen mit. Ganz stark! Wenige Sekunden vor der 2. Drittelpause setzte Hannes Albrecht noch ein Tor selber dazu. Er wollte den Erfolg unbedingt im Spiel. Diesen hat er sich auch hart erarbeitet. Assistiert wurde er hierbei von Marvin Miethke und Felix Linden. Im letzten Drittel trafen Tomas Vrba zwei Mal (46., 54. Minute) und Damian Martin (50.).

Als Fazit können wir mitnehmen, dass es deutlich mehr Licht als Schatten im Spiel gab, wir trotz des Ergebnisses uns nicht zurücklehnen können. Die IceFighters haben streckenweise den Puck ordentlich laufen lassen, auch wenn es noch einige Luft nach oben gibt. Offene Baustellen konnte Mannix Wolf zur genüge ausmachen, dies wird aber intern ausgewertet. Geschäftsführer André Krüll meint dazu: "Jeder der heute in der Fexcom Eisarena Taucha dabei war hat die Schwachstellen gesehen, jedoch freuen wir uns in dieser Saison eine ausgeglichene Mannschaft zu haben. Man hat gesehen, dass langsam alles zusammenwächst. Die neuen, vor allem jungen Spieler wie Felix Linden und Patrick Fischer integriert werden und nach wenigen Wochen unter unserem Coach Mannix sich gut entwickeln. Sicher wirkt die nicht optimale Vorbereitung der letzten Wochen nach, den Willen zum Pokal- und Ligastart auf einem hohen Leistungsstand zu sein, ist bei allen Spielern erkennbar. Wir können für heute zufrieden sein. Wichtig zu diesem Spiel war für mich auch, wie für unsere Fans, die Bedingungen in der Eishalle. Für die Fans und Zuschauer war es ein gutes Spiel, es hat Spaß gemacht und macht Lust auf die nächste Woche." Wir haben getan was möglich war - wir sind heiß auf Eis!

Videos von Toren und weitere Fotos vom Spiel gegen die Piranhas Rostock findet ihr auf www.facebook.com/icefightersleipzig - Endstand: 10:3 (4:1, 3:1, 3:1), Zuschauer: 651

Klare Entschuldigung für kurzes Nebelspiel mit vernebelten Gästefans!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Die Vorbereitung zur Saison 2014/15 läuft in diesem Jahr vorsichtig geschrieben "nicht optimal" für unser Team. Die Leistung der Mannschaft zu steigern, Ruhe zu bewahren und die Jungs zusammenzuhalten um auch in den ersten Spielen zu bestehen, stehen im Fokus der sportlichen Abteilung. Nach dem Nebelspiel der letzten Woche gegen Weiden (4:1 (1:0, 0:1, 3:0)) in der Fexcom Eisarena Taucha und der derben Testspiel-Klatsche im "Rückspiel" (8:1 (3:0, 3:0, 2:1)), musste am Samstagabend das dritte Vorbereitungsspiel nach 27 Minuten (0:0) wegen starken Nebels abgebrochen werden. Das Schiedsrichtergespann hatte dabei die Sicherheit der Spieler im Blick. Dies ist verständlich, wie auch ärgerlich. Der Nebel ist nicht nur ein Tauchaer Zeltproblem aber generell bei "Kalthallen" zu finden. Das Thema des Abends wurde nach Abbruch des Spiels in einigen Runden erörtert. Immer wieder, auch an diesem Wochenende wurden andernorts Spiele unter- und abgebrochen. Eine Lösung muss dennoch für die IceFighters Leipzig in der Fexcom Eisarena Taucha her. Im Sinne des sportlichen Erfolgs und der klaren Sicht für unsere Fans. "Wir werden alles versuchen um gegen die Piranhas in einer Woche (Samstag, 20.09., 19 Uhr) in der Zelthalle Bedingungen zu schaffen, die den Anforderungen eines Eishockeyspiels in unseren Möglichkeiten zu entsprechen", erläutert ein zerknirschter IceFighters Geschäftsführer André Krüll. "So etwas wie heute darf nicht noch einmal passieren, aber auch wir können die physikalischen Gesetze nicht überwinden".

Für alle Tagesticket-Inhaber des HSV-Heimtest gibt es zu einem Spiel gegen die Piranhas Rostock (20.09.), Hannover Scorpions (27.09.) oder FASS Berlin (04.10.) Rabatt und bezahlen lediglich den halben Eintritt gegen Vorlage des Ticket vom 13.09.2014. Für Dauerkarteninhaber gibt es einen 10 Euro Gutschein für den IceFighters Fanshop. Wie die Abwicklung erfolgt, werden wir in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Außerdem spendiert unsere Geschäftsführung nach dem nächsten Heimspiel gegen die Piranhas zwei Fässer Freibier und alkoholfreie Getränke für alle Anwesenden.

"Wir, die Geschäftsführung André Krüll und Falk Hanewald, sowie alle Eisarena Mitarbeiter entschuldigen uns bei unseren Fans, die leider wiederholt durch die klimatischen Unzulänglichkeiten in der Fexcom Eisarena Taucha wenig geboten bekommen haben. Wir werden vor dem nächsten Heimspiel bekannt machen ob es eine technische Lösung geben wird, sodass niemand für umsonst anreist." Auch möchten wir uns für die Fairness bei der sportlichen Abteilung und Geschäftsführung des Hamburger SV bedanken. Es war ein sehr angenehmes Wirken und gemeinsam saßen im Anschluss beide Teams zusammen.

Über die mitgereisten Fans des HSV möchten wir nicht allzu viele Worte verlieren. Das muss der Verein selbst klären und schadet allein dem Ansehen des Hamburger SV. Wir bedauern jedoch die Norddeutschen über das Verhalten ihrer Anhängerschaft, zumindest derer, die am Samstagabend beim Spiel bei den IceFighters Leipzig dabei waren. Bedanken möchten wir uns bei den Fans der IceFighters Leipzig, die sich auf keine Provokationen eingelassen haben. Das war ganz stark!

Sportlich: Ein nicht zum Kader gehöriger Spieler sorgte für Gesprächsbedarf am Wochenende. Die Rede ist von Try-Out-Spieler Joey Rosenberg. Er hat schon länger nicht gespielt, bei den IceFighters Leipzig um eine Chance gebeten. Diese hat er am letzten Wochenende von IfL-Trainer Mannix Wolf bekommen und Joey getestet. Wolf: "Er ist ein offener, guter Junge aber nicht der Spieler den wir suchen. Ich wünsche Joey alles Gute. Wir haben unsere Kaderplanungen momentan abgeschlossen, schauen uns trotzdem weiter nach Spielern für die Zukunft um. Zur Zeit gibt es keine konkreten Namen."

Zum Schluss meint André Krüll: "Es erstaunt uns immer wieder, dass der Eissport in der Region nicht den Stellenwert hat, wie andere Sportarten mit weniger Zuschauern. Gleichgültigkeit, gar ablehnende Haltung bei maßgeblich politisch Handelnden ist an der Tagesordnung. Mein Blick geht da in erster Linie nach Leipzig. Eine Stadt mit über 530.0000 Einwohnern ohne Eishalle - ein Unding. Eine so tolle Stadt ohne Eishockey, ohne Eiskunstlaufen, ohne öffentliches Eislaufen und anderer Eissport-Aktivitäten rufen regelmäßig bei angereisten Vereinen, Verantwortlichen und Fans Unverständnis hervor. Ausdrücklich ausgenommen von der Kritik ist die Stadt Taucha. Die meist ehrenamtlichen Politiker der Kleinstadt (14.000 Einwohner) und die Stadtverwaltung halten neben unseren treuen Fans und Sponsoren das Eishockey im Provisorium Zelt am Leben". Anhand unserer jetzigen Situation und des anhaltend guten Zuschauerzuspruchs ist es zwingend notwendig an einer festen Eishalle festzuhalten. Dies wird bei den gerade herrschenden klimatischen Gegebenheiten umso sichtbarer. Allein werden wir das Problem einer neuen Halle nicht lösen können."

Saisoneröffnung, müde Beine und vier Tore

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Nach der Saisoneröffnung am Nachmittag auf der Freifläche der Fexcom Eisarena Taucha und dem stürmischen Ende durch ein aufziehendes Gewitter ging die Party in der Fexcom Eisarena Taucha weiter. Ab 20 Uhr standen unsere IceFighters Leipzig wieder auf der heimischen Eisfläche um sich das erste Mal in dieser Saison mit einer Mannschaft zu messen. Aufgrund der relativ hohen Außentemperaturen wurde das Testspiel immer wieder mit Nebelrunden unterbrochen. Das Spiel gegen die Blue Devils Weiden sahen 1.210 Fans und es gelang unserem Team ein 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) Sieg. (1:0 (4. Minute) Fischer (Eichelkraut, Rau), 1:1 (24. Minute) Waldowsky (Voakes,Jirik), 2:1 (50. Minute) Fominych (Kasperczyk) 5-4, 3:1 (53. Minute) Eichelkraut (Fiedler), 4:1 (59. Minute) Breiter (Hofverberg)) - IfL-Trainer Mannix Wolf sagte im Anschluss zum erfolgreichen Testspiel: "Ein erster Sieg ist immer gut. Auch in der Vorbereitung. Aber der Sieg ist zweitrangig, die Mannschaft hatte sehr müde Beine, da wir auf dem Eis bisher kaum trainieren konnten. In der Mitte des Spiels haben wir die Taktik etwas geändert, das hat ganz gut funktioniert. Positiv zu sehen ist die Ausgeglichenheit im Team, die ersten Tore kamen von Spielern, die neu zu uns gekommen sind. Meine Mannschaft hat durch die Bank weg ihren Schweinehund überwunden und konnte das Spiel im letzten Drittel für sich entscheiden. Das spricht nach den anstrengenden Trainingstagen sehr für die Willensstärke unserer Mannschaft. Wir müssen weiter hart arbeiten, es wird in der nächsten Woche einige Änderungen geben. Es ist toll wieder auf der eigenen Eisfläche zu trainieren und zu spielen. Die Einheiten in Bad Sachsa haben uns geholfen. Dort ist aber die Eisfläche noch viel kleiner als bei uns. Es war zum Gefühl holen, bisschen Schlittschuhlaufen, mehr nicht. Donnerstag konnten wir leider nicht trainieren, da unser Eis nicht so weit war. Die Trainingseinheit am Freitagabend war mit sehr viel Wasser auf der Eisfläche. Da hätten wir eher mit Flippers und Schnorchel trainieren können", so unser Trainer. Und weiter "Das ist für mich als Trainer nicht Zweitliga tauglich und das wissen auch alle. Wir müssen weiter jede Saison daran arbeiten zeitiger aufs Eis zu kommen. Ich danke aber auch allen, die es geschafft haben, die Eisfläche bei den Temperaturen hinzubekommen." Die nächsten Testspiele finden am 12.09.14, 20.00 Uhr in Weiden in der Hans-Schröpf-Arena und am Samstag, 13.09.14, 19.00 Uhr, gegen den Hamburger SV in der Fexcom Eisarena Taucha statt.

Nervenkrieg, Pokalschlacht, Jubeltränen!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Es war an Dramatik kaum zu überbieten! Das im späteren Spielverlauf denkwürdige Finale gegen die Black Dragons Erfurt in der heimischen dicolor EisArena Taucha hatte es in sich. Die Fans beider Oberliga-Clubs sahen ein hochklassiges Eishockey-Spiel. So wurde unsere Sportart sehr gut präsentiert und macht Lust auf mehr. Schade nur, dass mit diesem Spiel die Saison zu Ende ging. Mit einer halbstündigen Verspätung legten unsere IceFighters wie von der Tarantel getochen los. Zuvor musste gewartet werden, die warmen Frühlingstemperaturen bescherten unserer Eisfläche Auflösungserscheinungen. Doch 18:30 Uhr fand das Warten ein Ende und die Aufholjagd sollte beginnen! Der Druck auf unser Team war nach der 4:1 Niederlage im Hinspiel enorm groß. Aber Druck machten Mannix Jungs ab der ersten Minute vor allem dem Drachenteam. Trotz schnellen Eishockey und vielen Torchancen wollte der Puck nicht ins Erfurter Tor gelangen. Nach zehn Minuten kam Erfurt besser ins Spiel. Und so kam es, dass nicht die Icefighters mit einer Führung entzückten sondern die Black Dragons Erfurt mit Otte sich ins Glück und das 1:0 (19. Minute) schossen. Doch im letzten Pflichtspiel von Kapitän Lars Müller ließen unsere Jungs nicht die Köpfe hängen und machten da weiter wo sie Anfang des ersten Drittels angefangen haben. Teils wütende Angriffe wurden immer wieder von den Erfurtern abgewehrt. Bis zum erlösenden 1:1 (28.) von Eddie Gale. Danach war scheinbar der Bann gebrochen und die IceFighters Leipzig legten eine weitere Schippe drauf. Mit zwei Treffern von Marvin Miethke (29.) und Florian Eichelkraut (33.) kamen die Leipziger Kufencracks dem Pokalsieg wieder näher. Nur noch ein Leipziger Tor und die Egalisierung des Hinspielergebnisses wäre da. Doch die schwarzen Drachen netzten noch einmal eiskalt ein, Olidis (34.). Aber von Ernüchterung keine Spur. Bisher hat unsere Mannschaft gezeigt zu was sie in der Lage ist. Und so fasste sich Daniel Rau ein Herz und netzte mit einem Hammerschuss ein (48.). Vierzehn Spielsekunden später traf zum zweiten Mal in diesem Spiel Florian Eichelkraut (49.). Nun hielt es auf den Sitzplätzen so langsam keinen mehr. Noch ein Tor und unser IceFighters Leipzig würden den NordOst-Pokal in ihren Händen halten. Doch das letzte Tor wollte nicht fallen. Mehrere hundertprozentige Chancen wurden vergeben und verhindert. Sechzig Minuten waren nun beim Spielstand von 5:2 vorbei. Totenstille in der dicolor EisArena. Wie geht es weiter? Overtime, jede Mannschaft mit einem Spieler weniger. Dramatik pur! Die Geschäftsführer beider Clubs mochten nicht mehr mit hinschauen. IceFighters-Chef André Krüll hat die goldenen und silbernen Medaillen hinter der Trainerbank zig mal gezählt und kam doch zu keinem Ergebnis. Auf der Eisfläche spielten sich noch dramatischere Szenen vorm Erfurter Kasten ab. Doch es blieb beim gleichen Ergebnis wie nach der regulären Spieldauer. Penalty! Unerträgliche Minuten voller Spannung verronnen. Schorsch, unsere blaue Eismaschine, drehte genüsslich ihre Runden, war die Ruhe selbst. Respekt, diese Nerven möchte jeder haben! Und dann war es soweit. Als Erstes traf Florian Eichelkraut. Doch der Erfurter Petr Sikora ebenso. Hannes Albrecht als nächstes, doch er vergibt. Versteinert bleibt Hannes stehen, fasst es nicht. Doch Adam Sergerie auf der Gegenseite vergibt auch, Erik Reukauf hält! Als nächstes nun Fabse. Eiskalt verwandelt Fabian Hadamik. Nun waren alle Augen auf Ryan Olidis und Erik gerichtet. Und was dann kam erinnerte an Ostern, Weihnachten, Hochzeit und Geburtstag zusammen. Erik hält ein zweites Mal! Unbeschreibliche Szenen spielten sich ab! Grenzenloser Jubel ist noch untertrieben. Fremde Menschen, Fans, Offzielle & Sponsoren lagen sich in den Armen. Nicht nur Meistertrainer Mannix Wolf hatte Tränen in den Augen. Eine lange und sehr erfolgreiche Saison geht zu Ende und die niemals satten IceFighters haben sich selbst gekrönt. 6:2 (0:1, 3:1, 2:0, OT 0:0, PN 1:0)

Doch wir möchten nicht versäumen zu berichten, dass im gesamten Spielverlauf Erfurt ein starker sowie fairer Gegner war. Bedanken möchten wir uns zudem bei allen Gästefans die dieses tolle Finale und den Saisonabschluss für beide Teams bereichert haben. Denn es war eine unglaubliche Atmosphäre zum letzten Spiel der Saison 2013/2014. Extrem laut und unermüdlich peitschten vor allem die vielen IceFighters Fans im Zelt unsere Mannschaft als siebter Mann an. Unser Team bedankte sich auf eigene Weise, das Ergebnis ist für uns alle sicher herausragend. Es war die Unterstützung die unsere Mannschaft gebraucht hat. Nun haben wir das Double, die Meisterschaft und den Pokal. Einfach grandios!

Auch Lars Müller hat sich als Kapitän unbändig gefreut. Beendet jetzt seine Karriere mit diesen zwei Titeln. Auch er hat noch einmal alles gegeben und sorgte mit seiner kurzen Ansprache an die Fans für den emotionalen Schlusspunkt des Abends. Danach wurde bis tief in die Nacht ausgiebig gefeiert. Schon jetzt freuen wir uns auf das Lars Müller Abschiedsspiel im Herbst! Nicht zu vergessen die Saison-Abschlussfeier am 05.04.2014 ab 19 Uhr! Die Spielstatistik findet ihr hier.

IceFighters bleiben in Taucha

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