Kämpfen, mitfiebern & gemeinsam stärker werden!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Haarscharf schlitterten unsere IceFighters am Freitag in Halle an Punkte vorbei. Das Derby war vor allem spannend. Beide Mannschaften waren taktisch bestens eingestellt und konnten sich auf großartige Goalies verlassen. Wermutstropfen: Der Siegtreffer der Saale Bulls war ein klares Abseitstor. Dennoch ging der 1:0-Sieg in Ordnung. Unser Team warf zwar am Ende nochmals alles in die Wagschale und fightete was das Zeug hielt, aber das nötige Glück fehlte im Abschluss einfach. Wir sind unheimlich stolz auf die Mannschaft. Trotz einiger grippale Ausfälle und anderer Verletzten wurde eine hervorragende Leistung abgerufen. Unsere Jungs und die Fans sind noch enger zusammengerückt. Der Abend hatte also trotzdem positive Effekte. Danke auch für den großartigen Support der etwa 550 mitgereisten IceFighters-Fans! Der SEV-Ticker zum nachlesen hier.

Am Samstagabend gastierten erstmals die EC Harzer Falken in der FEXCOM Eisarena Taucha und konnten die tolle Stimmung auf den Rängen genießen. Präsentiert wurde das letzte Vorrundenspiel von mateco. Eisarena-Hallensprecher Jens, gut aufgelegt, verkündete unter tosendem Applaus auch die beste Haupttribüne der Liga zu haben. Die Niederlage vom Vorabend spielte keine Rolle mehr auf dem Eis. Vorm Anbully heizten die SACHSENCHEERS, das Cheer- und Danceteam des SC DHfK Leipzig, ein. Dann legten unsere IceFighters los wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Minuten erklang zum ersten Mal die Torsirene. Die Gäste konnten immer mal kleine wirkungsvolle Nadelstiche setzen und auch landen, allerdings hatten die IceFighters immer die Zügel in der Hand. Die 4:2 Führung zum "Pausentee" war vollends verdient. Im zweiten Drittel blieb es dann torärmer. Nur einmal konnte einer der beiden Torhüter bezwungen werden. Hannes Albrecht traf zum umjubelten 5:2. Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften etwas. Die schweren Spiele vom Vorabend hatte man beiden Truppen nun etwas angemerkt. Im letzten Abschnitt schraubten die gemixten IceFighters-Reihen das Ergebnis weiter nach oben. Zu Beginn schliefen die Falken. Kapitän Kasperczyk nutzte nach 29 Sekunden glatt diese Gelegenheit. Der zwischenzeitliche folgende 6:3-Anschlusstreffer ärgerte auf den Tribünen wenig. Während unsere Fans auch das Reihenhüpfen von oben nach unten probierten, besiegelte ein Doppelschlag unserer Jungs das Endergebnis. Besonders sehenswert der Abschlusstreffer von Florian Ullmann, als unsere Nummer 8 mit einem großartigen Schlagschuss auch das achte Tor des Abends unserer Mannen markierte. Endstand: 8:3 (4:2, 1:0, 3:1), der SEV-Ticker mit den Statistiken hier. Auf der anschließenden Feier in der Overtime träumte man schon von der Titelverteidigung. Verlockend die Vorstellung im Rückspiel in eigener Halle ausgerechnet vor den Saale Bulls zu feiern. Endgültig sicher ist dieses Derbyfinale noch nicht. Unfreiwillig verabschieden wir uns nun in eine zweiwöchige Spielpause. Doch unser Coach Mannix Wolf versprach gleichzeitig diese Pause zu nutzen. „Wir werden noch eine Schippe drauf legen.“ Text: Martin Bergau / Tobias Meier - Fotos: Mario Winkler / Marco Lang

Siege im Pokal, irgendwie normal!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Das vergangene Wochenende stand voll und ganz im Zeichen des NordOst Pokals. Als Fazit standen sechs Punkte sowie der vorzeitige Finaleinzug fest. Somit warten die IceFighters Leipzig mit Vorfreude auf den kommenden Gegner. Die Saale Bulls Halle und die Hannover Scorpions haben noch Chancen. Wobei unsere Nachbarn aus Sachsen-Anhalt bereits ein Bein in der Pokalfinal-Tür stehen hat. Freuen wir uns also auf zwei spannende Finalspiele im NordOst Pokal. Noch ist dies Zukunftsmusik, auch wenn die Vorfreude auf das mögliche Pokal-Double steigt. Doch nun zu den letzten beiden Spielen. Am Freitag reiste unser Team zu den Scorpions in die niedersächsische Landeshauptstadt. Die Scorpions wollten unbedingt die drei Punkte behalten und machten es uns nicht leicht, gingen sogar im ersten Drittel in Führung, 1:0. Das zweite Drittel ging dann an uns, ebenfalls 1:0. Spannung pur, auch bei unseren mitgereisten Fans. Das letzte Drittel sollte also die Entscheidung bringen. Beide Teams spielten kontrolliert aber bestimmt vors gegnerische Tor. Doch unsere Eiskämpfer zeigten mehr Kondition und Spielwitz, trafen in den letzten zwanzig Spielminuten drei weitere Male wobei Tomas Vrba nach einer Disziplanarstrafe vorzeitig die Eisfläche verlassen musste und Hannes Albrecht bereits im zweiten Drittel nach einem Kniecheck sich eine Spieldauerstrafe einbrockte. Endstand 4:1 aus Leipziger Sicht und die halbe Miete am Wochenende. Den Ticker zum Spiel gibt es hier.

Mit dem schweren Auswärtsspiel in den Beinen, trafen am Samstagabend unsere IceFighters auf den nächsten Gegner aus Hannover. Die Hannover Indians waren unsere Gäste in der FEXCOM Eisarena Taucha. Die kamen mit Rückenwind nach ihrem 6:5 Sieg in Erfurt nach Taucha. Doch mit dem Anbully war der verflogen. Quasi wie ein Orkan fegten die IceFighters im ersten Drittel über die Indianer. Nach zwanzig Spielminuten stand es bereits 5:0. Die ersten Leipziger Fans stießen in der Pause vorzeitig auf den Pokalfinaleinzug ein. Gesprochen wurde aber auch über AutoTag. Das Leipziger Autohaus bleibt weiterhin Partner der IceFighters Leipzig. Und das für mindestens vier Jahre. Klare Ansage. Genauso wie die beiden Derbysiege unserer Bambini-Mannschaft gegen die Saale Bulls. Und die Kleinen (unter den Großen) wurden ausgiebig von den Fans im gut gefüllten Eiszelt gefeiert. Im zweiten Drittel probierte Mannix Wolf verschiedene Varianten. Hannover kam zu chancen, und zwei Toren, die IceFighters auch. Zwischenstand nach zwei Dritteln 7:2. Im letzten Drittel mutierte das Pokalspiel zum munteren Trainingsspielchen. Erfreulich war, dass auch die Nachwuchsspieler sich auszeichnen konnten und Sergey Tichshenko sein erste Tor der Saison markierte. Endstand: 9:3 (5:0, 2:2, 2:1). Die Pressekonferenz und alle Tore gibt es hier, einen TV-Bericht von LEIPZIG FERNSEHEN kann man sich dort anschauen und der Spielverlauf im Ticker liest sich so. Und zum zurücklehnen und genießen hier die Tabelle des NordOst Pokals. Fotos: Marco Lang > Fotos von Mario Winkler vom Pokalspiel gegen die Indians findet ihr hier

2 Tage, 2 Jahre, 6 Punkte, knatternde Motorräder und jede Menge Autogramme!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Zum Reformationstag, am 31.10., reisten etwa 130 Fans mit unserem Team nach Berlin um im „Welli“ gegen F.A.S.S. Berlin den nächsten Sieg einzufahren. Beim ersten Aufeinandertreffen der Saison, Anfang Oktober in Taucha, setzte es eine 7:1 Pleite für die Hauptstädter. Zeit für eine Wiedergutmachung? Doch nicht mit unseren IceFighters. Am Ende setzten sich unsere Leipziger deutlich mit 0:7 (0:2, 0:3, 0:2) durch. Schon nach zwei Dritteln hatte Mannix Wolfs Team mit fünf Toren alles klar gemacht. Von F.A.S.S. Berlin kam erschreckend wenig. Nach einer überzeugenden Leistung konnten die IceFighters nach sechzig Minuten mit einem 7:0-Erfolg im Gepäck die Heimreise antreten. Eine Spielstatistik gibt es hier!
Einen Tag später, am Samstag den 1. November, sahen 1.487 Fans das Heimspiel der IceFighters Leipzig gegen Tornado Niesky. Bevor die großen Jungs die Eisfläche in Beschlag nahmen, stand ein Kleiner im Mittelpunkt. Willy, einer der jüngsten IfL-Fans des Fanblocks, feierte seinen 2. Geburtstag und wurde vor der Oberliga-Partie von Trainer Mannix Wolf und Hallensprecher Jens Thielemann mit einem Fanshirt und Schläger überrascht. Letzter ist zudem von der kompletten Mannschaft unterschrieben. Willy - ein Mitglied unserer großen IceFighters-Familie – Happy Birthday!

Zum Spiel: Die IceFighters hatten von Beginn an das Spiel fest im Griff. Esbjörn Hofverberg traf nach sechs Minuten. Keine vier Minuten später traf Hannes Albrecht sehenswert, nachdem er das Tor von Yvonne Schröder umkurvte. (10. Minute). Wegen einer Unsportlichkeit ging es für die IceFighters in Unterzahl in die Pause, doch es blieb beim 2:0. Im 2. Drittel sorgte Tom Fiedler für den nächsten Treffer (23.). Esa erhöhte in der 30. Minute zum 4:0. 2. Drittelpause, zum Zeitpunkt hätten unsere IceFighters höher führen müssen. Im letzten Drittel hatten die Tornados dann mehr Spielanteile. In doppelter Überzahlsituation traf Niesky zum 4:1 und 4:2 (49. und 50. Minute). Neuzugang Felix Linden war es vorbehalten das Tor zum 5:2 Endstand beizusteuern. Die Spielstatistik gibt es hier! 
Gästetrainer Jens Schwab: „Wir wollten Leipzig ärgern. Nur zum Schluss ist es uns gelungen. Für die Zuschauer war es ein ansehnliches Spiel. Leipzig hat sehr clever gespielt. Wir haben durch unsere mangelnde Disziplin es den Leipziger einfacher als nötig gemacht.“

Mannix Wolf: „Niesky ist immer ein schwer zu bespielender Gegner. Sie arbeiten hart, haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft mit großen, robusten Spielern. Wir müssen noch konsequenter an unserem System arbeiten. Für mein Gefühl waren wir im dritten Drittel etwas zu offensiv. Das zweite Gegentor war überflüssig.“

Nach dem Niesky-Spiel gab es schon einen kleinen Vorgeschmack auf Speedway on Ice am 23.11.2014 in der FEXCOM Eisarena Taucha. Tickets sollten schnell gesichert werden, der Vorverkauf läuft auf Hochtouren.

Das perfekte Wochenende wurde zum verkaufsoffenen Sonntag im Paunsdorf Center abgerundet. Der Großteil unserer Mannschaft gab ab 14 Uhr bei Media Markt Autogramme. Unwissende dachten gar, dass eine Boy-Band dort von Menschen umzingelt sitzt. Doch etwa 200 Fans hatten nur eines im Sinn: Sich ihre Trikots, Fanschals und andere Dinge mit den Unterschriften unseres Teams verzieren zu lassen.

In der kommenden Woche treffen die IceFighters im NordOstPokal gleich zweimal auf Hannover. Am Freitag auswärts gegen die Hannover Scorpions. Wenige Stunden später, am Samstag 19 Uhr, werden die Hannover Indians in der FEXCOM Eisarena Taucha begrüßt. Fotos: Marco Lang 

Heimsieg und Auswärtsniederlage

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

In der Oberliga Ost gibt es keine vermeintlich leichten Spiele. Erst recht nicht, wenn nur sechs Mannschaften um die Meisterschaft kämpfen und man sich keinen Patzer leisten darf. Den Meisterpokal haben in der letzten Saison erstmals die IceFighters Leipzig in den Händen gehalten. Nun sind also unsere Jungs die Gejagten. Ein neues Gefühl. Auch die Wölfe aus Schönheide, die noch keine Punkte auf dem Ligakonto vorweisen können, wollten am Samstagabend in der FEXCOM Eisarena Taucha unserem Team ein Bein stellen. Natürlich hat Mannix Wolf seine Spieler auf den unbequemen Gegner eingestellt und unsere Mannschaft baute gleich zu Beginn Druck auf. So setzten sich die IceFIghters vorm 09-er Tor fest. Wehmutstropfen: Fabian Hadamik fehlte aufgrund eines grippalen Infekt. Doch das erste Tor sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen. In der fünften Minute traf Jay-Jay Kasperczyk zum 1:0. Vorher schießt Damian Martin von rechts, Kaspi steht gut und rein ins Tor. Wenige Minuten später etwas Aufregung. Unsere IceFighters in der Vorwärtsbewegung, Tom Fiedler über links, direkt auf den vorm Schönheider Tor lauernden Hannes. Der stochert den Puck hinein. Jubel bei Spielern und Fans, doch das Tor wird nicht gegeben. Davon ließen sich aber unsere Jungs nicht verunsichern, immer wieder drücken sie aufs gegnerische Tor. Und in der 11. Minute klingelt es ein weiteres Mal: Nach mehreren guten Chancen verwandelt Hannes Albrecht im doppelten Überzahlspiel, 2:0. Dann kam Daniel Rau zum Treffer. Ein Fernschuss von links, das sehenswerteste Tor des Abends. Die anderen beiden Drittel sind schnell erzählt. Defensiv gut eingestellte, teils sehr ruhig angehende IceFighter ließen die Wölfe mehr kommen. Trotz des Gegentreffer in der 31. Minute kam nie wirklich Gefahr auf das Spiel zu verlieren. Routiniert spielte somit unser Team vor 1.495 Fans das Match gegen die weiterhin punktlosen Wölfe zu Ende. Denn das schwere Auswärtsspiel wenige Stunden später am Sonntagnachmittag in Erfurt wartete. Endstand 3:1 (3:0, 0:1, 0:0), Zuschauer: 1.495 - Fotos: Mario Winkler

Bereits 16 Uhr ertönte das Signal zum Anbully, Nicht wenige Fans ließen sich wahrscheinlich Kaffee und Kuchen zu Hause schmecken, während der IfL-Ticker beobachtet wurde. Die Mitgereisten erlebten zwei vorsichtig agierende Teams. Nur nicht den ersten Fehler machen, dachten sich beide Mannschaften. Fabian Hadamik fehlte bei den IceFighters wie am Vortag. Doch Hannes Albrecht war dabei. Erleichterung nach seinem frühzeitigen Aus im Spiel gegen Schönheide. Ein Kämpfer, nach dem schmerzhaften Zusammenprall und einem lädierten Oberschenkel. Und es war wie immer in der Erfurter „Kartoffelhalle“, unsere IceFighters taten sich schwer in das gegnerische Drittel zu kommen und sich dort festzusetzen. Erfurt setzt immer wieder Nadelstiche, zumeist über Adam Sergerie. Bis auf das Drachen-Tor in der 7. Minute durch Sebastian Hofmann stand unsere Abwehr um Daniel Rau im ersten Drittel recht sicher. Mit dem 1:0 ging es ins zweite Drittel. Erik Reukauf war mehrmals ein Garant dafür, dass Erfurt nicht etwas höher führte. In der 34. Minute mussten die IceFighters aber in ein doppeltes Unterzahlspiel. Die Drachen konnten nichts daraus machen, auch weil Erfurts Kämmerer der Nächste war, der das Eis für zwei Minuten verlassen musste. Das Spiel wurde jetzt ungemütlicher. Und die IceFighters kaltschnäuziger. Tomas Vrba netzt ein (37.), profitierte von einem Abpraller. Jetzt war hier wieder alles drin. Ins letzte Drittel kamen die Drachen besser. Bereits in der 41. Minute traf Erfurts Nickel mit einem hohen Schuss von der blauen Linie zum 2:1. Nun führten die Teams ein gutes Oberligaspiel mit beiderseitigen Chancen. Erfurt erhöhte zum 3:1. Die Vorentscheidung in der 44. Minute durch Sergerie? Die IceFighters nahmen eine Auszeit, kämpften um den Anschluss und wurden belohnt. Sören Breiter (47.), bedient von Daniel Rau. War hier noch etwas drin? Folgt ein weiterer Erfurt-Leipzig-Eishockeykrimi? In der 56. Minute macht Erfurts überragender Mann Sergerie das 4:2. Felix Schümann trifft kurz darauf zum 5:2 (58. Minute) vor 721 Zuschauern. Und die IceFighters? Gaben sich nicht auf. Zehn Sekunden nach dem Bully traf Sören Breiter mit seinem zweiten Tor des Abends. IfL-Geschäftsführer André Krüll zum Spiel: „Das erste Drittel war ausgeglichen, die Teams hatten gegenseitig Respekt. Man hat heute klar gesehen, dass Erfurt und Leipzig die Top-Teams der Oberliga Ost sind. Wir kamen später besser ins Spiel, brauchten aber zu viele Chancen. Oder im Umkehrschluss: Wir machen zu wenige Tore". Krüll weiter: "Erfurt machte im letzten Drittel mehr Druck, wir sehen zwei Mal in der Abwehr sehr schlecht aus. Der Sieg ist nicht unverdient für Erfurt". Etwa 100 Leipziger waren in Erfurt, feierten trotz Punktverluste ihr Team und sahen ein gutes Spiel auf hohem Niveau. Durch die Auswärtsniederlage der IceFighters Leipzig rücken die Black Dragons Erfurt bis auf einen Punkt an unser Team heran. Endstand: 5:3 (1:0, 0:1, 4:2)

1. Derbysieg für IceFighters! - Halle auf Augenhöhe

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

In der Pressekonferenz nach dem heiß umkämpften Derby der IceFighters Leipzig gegen die Saale Bulls Halle zollten beide Trainer Respekt der anderen Mannschaft. Und dabei meinten sich Kenneth Latta und Mannix Wolf wahrscheinlich doch selbst. Denn das erste Aufeinandertreffen der Erzrivalen geriet zur Taktik- und Abwehrschlacht. Nicht immer schön anzusehen für die Fans in der mit 2.500 Zuschauern ausverkauften FEXCOM Eisarena Taucha, jedoch für detailbesessene Kenner des Eishockeysports eine hoch interessante Begegnung. Diese endete 3:2 (1:0, 1:2, 1:0).

Bereits ab 17.30 Uhr strömten die Fans zum Gipfeltreffen in der Oberliga Ost. Dreißig Minuten vor Spielbeginn rückten die Zuschauer noch näher zusammen, denn bald war es soweit. 19 Uhr, endlich Anbully! Der letztjährige Meister hatte erstmals in der Saison geladen, in den Medien kochte das Derby seit Tagen hoch. Derbyzeit heißt auch immer Wortgefechte im Vorfeld, Eishockey-Ausnahmezustand, Kribbeln im Bauch, nervenzerreißende Spannung und ein heißes Match. Die Saale Bulls wollten die Punkte aus Taucha entführen und sich für die letzte Saison revanchieren. Die IceFighters waren nach dem Meistertitel und dem Pokalsieg erstmalig die Gejagten.

Dann begann das Spiel, keine Mannschaft wollte den entscheidenden Fehler machen. Doch in der dritten Spielminute, etwas überraschend zur Schussmöglichkeit gekommen, traf Fabian Hadamik mit einem Überzahltor. Halle versuchte, trotz weiteren Unterzahlspiel, den Ausgleich zu erzielen. Doch mit dem 1:0 ging es in die erste Drittelpause. Ins zweite Drittel starteten die Saale Bulls besser. Nach Fabian Hadamiks (Haken) Strafe im ersten Drittel, kamen die beiden nächsten Zwei-Minuten-Strafen hinzu. Tomas Vrba (unkorrekter Körperangriff) und Felix Linden (Haken) mussten die Eisfläche verlassen. Trotzdem kamen die IceFighters zu einer guten Chance in Unterzahl durch Florian Ullmann. Leider jedoch ohne Erfolg. Halle hat aber auch mit Matt Abercrombie einen gewandten Stürmer im Kader der den, zu diesem Zeitpunkt verdienten, Ausgleich zum 1:1 (35.) markierte. Unsere Leipziger Jungs fanden nicht wirklich ein Mittel gegen die Bullen, trotz zahlreicher Chancen. Bis zur 39. Minute: Tom Fiedler, 2:1. Hannes Albrecht und Florian Eichelkraut bereiteten vor, hätten auch selber den Treffer erzielen können. Doch der Vorsprung sollte nicht lange anhalten. Vierundvierzig Sekunden später glich Halle abermals aus. Philipp Gunkel, der vielleicht beste Bullen-Spieler in diesem Match, zum 2:2. So ging es in die zweite Drittelpause. In der "Overtime-Halle" nebenan wurden Tickets für das Schönheide-Heimspiel in der nächsten Woche abgesetzt aber auch kräftig am Glücksrad der FEXCOM gedreht und gewonnen. Außerdem lief die Benefiz-Aktion zu Gunsten des Leipziger Eissport Nachwuchs auf Hochtouren. Wer noch kein Bändchen hat, kann es sich zu den nächsten Heimspielen der IceFighters sichern oder in einen FEXCOM Laden in Leipzig gehen.

Doch nun zum letzten Drittel. Eine Spezialität der IceFighters. Es wurde, wie schon so oft, dramatisch. In den ersten vierzehn Minuten nach Wiederanpfiff kamen beide Teams nur zu wenigen Chancen, noch viel mehr wurden vereitelt. Eine Taktik- und Abwehrschlacht auf beiden Seiten. Und dann das noch: 54. Minute, Damian Martin musste wegen Behinderung eines Hallenser Spielers vom Feld, Daniel Rau sechzehn Sekunden später. Doppeltes Unterzahlspiel der IceFighters! Wars das? Unsere Mannschaft bäumte sich auf, die Fans auf den Rängen wurden noch lauter und IfL-Goalie Erik Reukauf hielt die IceFighters im Spiel! Und Halle? Kam nicht zum Treffer! Der Wendepunkt im Derby. Noch vier Minuten bis zur Overtime!? Leipzig rannte nun ein ums andere Mal an.
Siebenundvierzig Sekunden vorm Ende netzte Hannes Albrecht ein. Das Siegtor. Noch zwei verkappte Angriffe der Hallenser und ein Befreiungsschlag der IceFighters. Die Schluss-Sirene ging in tosenden Jubel unter. So mancher wollte ihn bis nach Halle gehört haben. Dort treffen sich beide Mannschaften am 14.11. wieder. Vielleicht dringt der Siegesschrei der IceFighters Fans bis nach Leipzig oder Taucha.

Ticker-Nachlese hier. Weitere Infos, Fotos und Videos vom Spiel findet ihr auf www.facebook.com/icefightersleipzig Fotos: Mario Winkler & Marco Lang

IceFighters bleiben in Taucha

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