Heimsieg und Auswärtsniederlage

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

In der Oberliga Ost gibt es keine vermeintlich leichten Spiele. Erst recht nicht, wenn nur sechs Mannschaften um die Meisterschaft kämpfen und man sich keinen Patzer leisten darf. Den Meisterpokal haben in der letzten Saison erstmals die IceFighters Leipzig in den Händen gehalten. Nun sind also unsere Jungs die Gejagten. Ein neues Gefühl. Auch die Wölfe aus Schönheide, die noch keine Punkte auf dem Ligakonto vorweisen können, wollten am Samstagabend in der FEXCOM Eisarena Taucha unserem Team ein Bein stellen. Natürlich hat Mannix Wolf seine Spieler auf den unbequemen Gegner eingestellt und unsere Mannschaft baute gleich zu Beginn Druck auf. So setzten sich die IceFIghters vorm 09-er Tor fest. Wehmutstropfen: Fabian Hadamik fehlte aufgrund eines grippalen Infekt. Doch das erste Tor sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen. In der fünften Minute traf Jay-Jay Kasperczyk zum 1:0. Vorher schießt Damian Martin von rechts, Kaspi steht gut und rein ins Tor. Wenige Minuten später etwas Aufregung. Unsere IceFighters in der Vorwärtsbewegung, Tom Fiedler über links, direkt auf den vorm Schönheider Tor lauernden Hannes. Der stochert den Puck hinein. Jubel bei Spielern und Fans, doch das Tor wird nicht gegeben. Davon ließen sich aber unsere Jungs nicht verunsichern, immer wieder drücken sie aufs gegnerische Tor. Und in der 11. Minute klingelt es ein weiteres Mal: Nach mehreren guten Chancen verwandelt Hannes Albrecht im doppelten Überzahlspiel, 2:0. Dann kam Daniel Rau zum Treffer. Ein Fernschuss von links, das sehenswerteste Tor des Abends. Die anderen beiden Drittel sind schnell erzählt. Defensiv gut eingestellte, teils sehr ruhig angehende IceFighter ließen die Wölfe mehr kommen. Trotz des Gegentreffer in der 31. Minute kam nie wirklich Gefahr auf das Spiel zu verlieren. Routiniert spielte somit unser Team vor 1.495 Fans das Match gegen die weiterhin punktlosen Wölfe zu Ende. Denn das schwere Auswärtsspiel wenige Stunden später am Sonntagnachmittag in Erfurt wartete. Endstand 3:1 (3:0, 0:1, 0:0), Zuschauer: 1.495 - Fotos: Mario Winkler

Bereits 16 Uhr ertönte das Signal zum Anbully, Nicht wenige Fans ließen sich wahrscheinlich Kaffee und Kuchen zu Hause schmecken, während der IfL-Ticker beobachtet wurde. Die Mitgereisten erlebten zwei vorsichtig agierende Teams. Nur nicht den ersten Fehler machen, dachten sich beide Mannschaften. Fabian Hadamik fehlte bei den IceFighters wie am Vortag. Doch Hannes Albrecht war dabei. Erleichterung nach seinem frühzeitigen Aus im Spiel gegen Schönheide. Ein Kämpfer, nach dem schmerzhaften Zusammenprall und einem lädierten Oberschenkel. Und es war wie immer in der Erfurter „Kartoffelhalle“, unsere IceFighters taten sich schwer in das gegnerische Drittel zu kommen und sich dort festzusetzen. Erfurt setzt immer wieder Nadelstiche, zumeist über Adam Sergerie. Bis auf das Drachen-Tor in der 7. Minute durch Sebastian Hofmann stand unsere Abwehr um Daniel Rau im ersten Drittel recht sicher. Mit dem 1:0 ging es ins zweite Drittel. Erik Reukauf war mehrmals ein Garant dafür, dass Erfurt nicht etwas höher führte. In der 34. Minute mussten die IceFighters aber in ein doppeltes Unterzahlspiel. Die Drachen konnten nichts daraus machen, auch weil Erfurts Kämmerer der Nächste war, der das Eis für zwei Minuten verlassen musste. Das Spiel wurde jetzt ungemütlicher. Und die IceFighters kaltschnäuziger. Tomas Vrba netzt ein (37.), profitierte von einem Abpraller. Jetzt war hier wieder alles drin. Ins letzte Drittel kamen die Drachen besser. Bereits in der 41. Minute traf Erfurts Nickel mit einem hohen Schuss von der blauen Linie zum 2:1. Nun führten die Teams ein gutes Oberligaspiel mit beiderseitigen Chancen. Erfurt erhöhte zum 3:1. Die Vorentscheidung in der 44. Minute durch Sergerie? Die IceFighters nahmen eine Auszeit, kämpften um den Anschluss und wurden belohnt. Sören Breiter (47.), bedient von Daniel Rau. War hier noch etwas drin? Folgt ein weiterer Erfurt-Leipzig-Eishockeykrimi? In der 56. Minute macht Erfurts überragender Mann Sergerie das 4:2. Felix Schümann trifft kurz darauf zum 5:2 (58. Minute) vor 721 Zuschauern. Und die IceFighters? Gaben sich nicht auf. Zehn Sekunden nach dem Bully traf Sören Breiter mit seinem zweiten Tor des Abends. IfL-Geschäftsführer André Krüll zum Spiel: „Das erste Drittel war ausgeglichen, die Teams hatten gegenseitig Respekt. Man hat heute klar gesehen, dass Erfurt und Leipzig die Top-Teams der Oberliga Ost sind. Wir kamen später besser ins Spiel, brauchten aber zu viele Chancen. Oder im Umkehrschluss: Wir machen zu wenige Tore". Krüll weiter: "Erfurt machte im letzten Drittel mehr Druck, wir sehen zwei Mal in der Abwehr sehr schlecht aus. Der Sieg ist nicht unverdient für Erfurt". Etwa 100 Leipziger waren in Erfurt, feierten trotz Punktverluste ihr Team und sahen ein gutes Spiel auf hohem Niveau. Durch die Auswärtsniederlage der IceFighters Leipzig rücken die Black Dragons Erfurt bis auf einen Punkt an unser Team heran. Endstand: 5:3 (1:0, 0:1, 4:2)

1. Derbysieg für IceFighters! - Halle auf Augenhöhe

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

In der Pressekonferenz nach dem heiß umkämpften Derby der IceFighters Leipzig gegen die Saale Bulls Halle zollten beide Trainer Respekt der anderen Mannschaft. Und dabei meinten sich Kenneth Latta und Mannix Wolf wahrscheinlich doch selbst. Denn das erste Aufeinandertreffen der Erzrivalen geriet zur Taktik- und Abwehrschlacht. Nicht immer schön anzusehen für die Fans in der mit 2.500 Zuschauern ausverkauften FEXCOM Eisarena Taucha, jedoch für detailbesessene Kenner des Eishockeysports eine hoch interessante Begegnung. Diese endete 3:2 (1:0, 1:2, 1:0).

Bereits ab 17.30 Uhr strömten die Fans zum Gipfeltreffen in der Oberliga Ost. Dreißig Minuten vor Spielbeginn rückten die Zuschauer noch näher zusammen, denn bald war es soweit. 19 Uhr, endlich Anbully! Der letztjährige Meister hatte erstmals in der Saison geladen, in den Medien kochte das Derby seit Tagen hoch. Derbyzeit heißt auch immer Wortgefechte im Vorfeld, Eishockey-Ausnahmezustand, Kribbeln im Bauch, nervenzerreißende Spannung und ein heißes Match. Die Saale Bulls wollten die Punkte aus Taucha entführen und sich für die letzte Saison revanchieren. Die IceFighters waren nach dem Meistertitel und dem Pokalsieg erstmalig die Gejagten.

Dann begann das Spiel, keine Mannschaft wollte den entscheidenden Fehler machen. Doch in der dritten Spielminute, etwas überraschend zur Schussmöglichkeit gekommen, traf Fabian Hadamik mit einem Überzahltor. Halle versuchte, trotz weiteren Unterzahlspiel, den Ausgleich zu erzielen. Doch mit dem 1:0 ging es in die erste Drittelpause. Ins zweite Drittel starteten die Saale Bulls besser. Nach Fabian Hadamiks (Haken) Strafe im ersten Drittel, kamen die beiden nächsten Zwei-Minuten-Strafen hinzu. Tomas Vrba (unkorrekter Körperangriff) und Felix Linden (Haken) mussten die Eisfläche verlassen. Trotzdem kamen die IceFighters zu einer guten Chance in Unterzahl durch Florian Ullmann. Leider jedoch ohne Erfolg. Halle hat aber auch mit Matt Abercrombie einen gewandten Stürmer im Kader der den, zu diesem Zeitpunkt verdienten, Ausgleich zum 1:1 (35.) markierte. Unsere Leipziger Jungs fanden nicht wirklich ein Mittel gegen die Bullen, trotz zahlreicher Chancen. Bis zur 39. Minute: Tom Fiedler, 2:1. Hannes Albrecht und Florian Eichelkraut bereiteten vor, hätten auch selber den Treffer erzielen können. Doch der Vorsprung sollte nicht lange anhalten. Vierundvierzig Sekunden später glich Halle abermals aus. Philipp Gunkel, der vielleicht beste Bullen-Spieler in diesem Match, zum 2:2. So ging es in die zweite Drittelpause. In der "Overtime-Halle" nebenan wurden Tickets für das Schönheide-Heimspiel in der nächsten Woche abgesetzt aber auch kräftig am Glücksrad der FEXCOM gedreht und gewonnen. Außerdem lief die Benefiz-Aktion zu Gunsten des Leipziger Eissport Nachwuchs auf Hochtouren. Wer noch kein Bändchen hat, kann es sich zu den nächsten Heimspielen der IceFighters sichern oder in einen FEXCOM Laden in Leipzig gehen.

Doch nun zum letzten Drittel. Eine Spezialität der IceFighters. Es wurde, wie schon so oft, dramatisch. In den ersten vierzehn Minuten nach Wiederanpfiff kamen beide Teams nur zu wenigen Chancen, noch viel mehr wurden vereitelt. Eine Taktik- und Abwehrschlacht auf beiden Seiten. Und dann das noch: 54. Minute, Damian Martin musste wegen Behinderung eines Hallenser Spielers vom Feld, Daniel Rau sechzehn Sekunden später. Doppeltes Unterzahlspiel der IceFighters! Wars das? Unsere Mannschaft bäumte sich auf, die Fans auf den Rängen wurden noch lauter und IfL-Goalie Erik Reukauf hielt die IceFighters im Spiel! Und Halle? Kam nicht zum Treffer! Der Wendepunkt im Derby. Noch vier Minuten bis zur Overtime!? Leipzig rannte nun ein ums andere Mal an.
Siebenundvierzig Sekunden vorm Ende netzte Hannes Albrecht ein. Das Siegtor. Noch zwei verkappte Angriffe der Hallenser und ein Befreiungsschlag der IceFighters. Die Schluss-Sirene ging in tosenden Jubel unter. So mancher wollte ihn bis nach Halle gehört haben. Dort treffen sich beide Mannschaften am 14.11. wieder. Vielleicht dringt der Siegesschrei der IceFighters Fans bis nach Leipzig oder Taucha.

Ticker-Nachlese hier. Weitere Infos, Fotos und Videos vom Spiel findet ihr auf www.facebook.com/icefightersleipzig Fotos: Mario Winkler & Marco Lang

Hart erkämpfter Sieg gegen starke Drachen

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Am Sonntagabend fand das Spitzenduell der Oberliga-Ost zwischen unseren IceFighters Leipzig und den Black Dragons Erfurt in der FEXCOM Eisarena Taucha statt. 2.157 Zuschauer fieberten in einem spannungsgeladenen und temporeichen Spiel mit. Denn das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams fing dort an, wo es am 30.03.2014 beim Pokalfinale aufhörte. Und es war alles dabei: ein rassiges Spiel, schnell und kampfbetont, Rückstände, eine tolle lautstarke Kulisse, teils dramatische Spielszenen und ein umjubelter Sieg zum Schluss. Doch bevor es dazu kam, wurde nur einer gefeiert. André Krüll, umtriebiger Geschäftsführer der IceFighters Leipzig und liebevoll auch von einigen Anwesenden "Zelt-Mutti" genannt, wurde 45 Jahre. Ein Grund ihn vorm Spiel auf die Eisfläche zu holen. Die Fans hatten auch das passende Geburtstagslied parat "Für Dein Alter siehst Du ganz gut aus". Lassen wir das mal so stehen und widmen uns dem eigentlichen Grund der großartigen Kulisse im Tauchaer Eiszelt. 

Nach dem Anbully legte nach einer kurzen ruhigeren Anfangsphase unser Team bereits in der vierten Minute mit einem Tor durch Hannes Albrecht vor. Den ersten Schuss parierte Erfurts Goalie Otte, den Abpraller verwandelte Hannes. Vier Minuten später glichen die Dragons im Power Play aus. Weitere Chancen in der Folgezeit bestimmten das Geschehen auf beiden Seiten und die Teams fighteten in einem Oberligaspiel auf hohem Niveau. In der 15. Minute fasste sich Neuzugang Denis Fominych mit einem Gewaltschuss ein Herz und netzte ein. Danach prallte der Puck vom Torrahmen ab, ins Tor. Doch Erfurts Ausgleich folgte noch vor der ersten Drittelpause, Erfurts Hofmann trifft mit einem Blueliner. Im zweiten Drittel markierte Drache Marcel Weise den dritten Treffer (23.) und die erste Führung der Erfurter. Danach glichen unsere IceFighters mit einem Überzahl-Tor zum 3:3 (28.) aus. Eichelkraut traf mit einer Drehung, nach exzellenten Zuspiel von Esbjörn Hofverberg. Jedoch keine Minute wurde IfL-Goalie Sebastian Staudt ein weiteres Mal bezwungen und die Thüringer führten das zweite Mal an diesem Abend. Jetzt folgte ein Angriff der IceFighters nach dem Anderen, teils zu verspielt, "zu schön“ und zu viele Fernschüsse, jedoch das Tor zum Ausgleich wollte nicht fallen. Ein gut parierender Gäste-Torwart tat sein Übriges. So ging es mit einem 3:4 in die zweite Drittelpause. 

Die letzten zwanzig Minuten rissen die IceFighters nun das Spiel mehr an sich. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff klingelte es im Erfurter Kasten. Überzahltor, wieder ein Neuzugang, Jannick Striepeke, der toll durchspielte. Auch wenn er bereits zu Beginn des Spiels einen Ellbogencheck und eine blutende Nase bekam. Nach dem 4:4 Ausgleich erhöhte sich weiter die Schnelligkeit des Spiel in der FEXCOM Eisarena Taucha. Jetzt ging es munter auf und ab und ein weiteres Überzahltor, doppelt. Fabian Hadamik (47.). Und das Spiel blieb weiter fesselnd, durch ein Team-Timeout wurden die Black Dragons Erfurt um Trainer Tim Donnelly noch einmal angeheizt. Vierzehn Sekunden vor Schluss gelang Hannes Albrecht per Empty Net Goal dann der erlösende Treffer zum 6:4 (2:2, 1:2, 3:0) Endstand. IfL-Trainer Mannix Wolf zeigt sich zufrieden, sieht jedoch noch Entwicklungspotenzial für seine Mannschaft. „Die Spiele gegen Erfurt sind immer eng. Hinten heraus haben wir gezeigt, dass wir schon viel Luft haben knappe Spiele zu gewinnen. Vielleicht haben wir heute zu viele Tore kassiert, aber gegen Erfurt ist es keine Schande Tore zu bekommen.“ Mannix Wolf weiter: "Wir werden und wollen noch stärker werden, denn in einer Woche kommt Halle. Da wird es nicht einfacher als gegen die starken Erfurter. Doch wenn wir unser Spiel machen können, mit den jungen wie auch gestandenen Spielern, sehe ich gute Chancen. Das Team wächst jeden Tag mehr zusammen, die Jungs machen auch viel privat zusammen. Und wenn ein Spieler mal nicht so einen guten Tag hat, dann kämpfen die anderen für ihn mit. Und wenn das immer noch nicht reicht, haben wir unsere Fans“.

In der Tabelle stehen unsere IceFighters Leipzig nach zwei Spielen mit sechs Punkten auf dem ersten Spitzenplatz. Erfurt und Halle punktgleich dahinter. Diese Woche Samstag, am 18.10., 19 Uhr kommen Saale Bulls. Ein weiterer Höhepunkt in der noch jungen Saison. Der Vorverkauf läuft, noch. 

Hier geht es zur Ticker-Nachlese mit allen Toren und Strafen.

Fotos: Marco Lang & Mario Winkler

IceFighters starten siegreich in Oberliga!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Unsere IceFighters Leipzig starteten nach dem 6-Punkte-Pokalwochenende in der letzten Woche auch erfolgreich in die Oberliga Ost. Mit einem nie gefährdeten 7:1 (1:0, 3:1, 3:0) Heimsieg vor 1.923 Fans. Von Beginn an machte unsere Mannschaft das Spiel und setzte die "Akademiker" unter Druck. FASS Berlin verteidigte clever, so dauerte es bis zur elften Minute ehe Tom Fiedler netzte. Die Chancen mehrten sich, doch der zweite Treffer wollte einfach nicht fallen. Hier und da sahen die sangesfreudigen IfL-Fans noch kleine Abstimmungsfehler in den Reihen unseres Teams und ein wenig zu komplizierte Spielzüge vorm Tor. Doch davon ließen sich unsere Jungs nicht aus der Ruhe bringen. In der 27. Minute war es dann Esbjörn Hofverberg, der für den zweiten Treffer des Abends in der Fexcom Eisarena Taucha sorgte. Herrlich in Szene gesetzt von Fabian Hadamik. Zwei Minuten später: Konter für FASS, unsere Abwehr auf der rechten Seite überlaufen, Anschlusstreffer zum 2:1 durch Can. Es sollte aber das einzige Mal in diesem Spiel sein, dass unsere Abwehr die Situation nicht angemessen im Griff hatte. Danach spielten sich nahezu alle Aktionen vorm Berliner Tor ab. Und der dritte Treffer ließ ewig lang erscheinende Minuten auf sich warten. In der 37. Minute traf endlich Florian Eichelkraut zum 3:1 und Hannes Albrecht zwei Minuten später mit dem überfälligen 4:1. Dann ging es ins letzte Drittel, FASS Berlin hatte nicht mehr viel dagegen zu setzen. Drei weitere Treffer fielen: Hannes Albrecht (47.) und der wiederholt starke Tomas Vrba (44., 57.). Und um es besser zu verdeutlichen: Schüsse aufs Tor: 45:13!
Aus den guten Leistungen unseres Teams einen Spieler herauszuheben, fällt schwer. Doch ein Wirbelwind mit großer Übersicht war in der Fexcom Eisarena Gesprächsthema: Esbjörn Hofverberg. Als offensiv ausgerichteter Verteidiger gekommen, setzte er im Spiel gegen FASS manche Duftmarke, bereitete vor und traf selber zwei Mal. Fans und Verantwortliche waren begeistert. Und Esa? "Mich hat es heute kaum hinten gehalten, das war mein Spiel." Aber auch junge Spieler, wie Patrick Fischer zeigten ihr Können und lassen erahnen welche Freude uns die Saison bringen kann.

IfL-Coach Mannix Wolf: "In der Anfangsphase hatten wir gebraucht um richtig im Spiel anzukommen. In der Defensive hatten wir von Beginn an gut gestanden, aber auch anfangs hier und da Probleme mit dem hohen Tempo von FASS, die mit breiter Brust und ihrem Sieg vom Vortag angereist sind. Nach dreißig Spielminuten rissen wir das Spiel endgültig an uns und die Begegnung war fest in unserem Griff. Verdient nun gewonnen, auch in dieser Höhe." Der 18-Jährige Philip Adler kam in den letzten Spielminuten für Denis Fominych, der eine 2+10 Minuten Strafe nach einem "kleinen Disput", geklärt mit Fäusten, absitzen durfte und der Gymnasiast machte seine Sache gut. Auch Sergej Tichschenko bekam Eiszeit, die er nutzte. "Die Jungs sind nah an der Mannschaft und die Saison lang. Ich brauche da jeden Spieler und werde die jungen Spieler heranführen, das ist weiter meine Philosophie. Unsere Goalies haben in dieser Saison eine Schlüsselposition, im Sturm sind wir gut aufgestellt, die Defensive ausgeglichener und besser besetzt. Wir sind noch nicht lange auf dem Eis. Da kommt noch mehr", verrät Mannix Wolf. Weiter: "Ich freue mich auf Erfurt. Sie sind stark, vielleicht stärker als in der letzten Saison - das wissen wir und werden uns darauf einstellen. Es waren immer knappe Begegnungen zwischen beiden Clubs. Das wird ein Eishockeyfest", zum Schluss unser Trainer.

Ein zufriedener IfL-Geschäftsführer André Krüll ergänzt: "Wir freuen uns über die hohe Zuschauerzahl zum Ligaauftakt und rechnen mit einer nahezu ausverkauften Fexcom Eisarena Taucha am nächsten Sonntag gegen die Black Dragons Erfurt (12.10., 18 Uhr). Auch werden wir noch in dieser Woche bekannt geben, wann und wie wir die Tickets für das Heim-Derby gegen die Saale Bulls Halle (18.10., 19 Uhr) verkaufen. "Ein dickes Dankeschön möchte ich den etwa vierzig Fans aussprechen, die seit den Morgenstunden des Samstag, in und um die Eisarena herum gearbeitet haben. So wurde wieder ein Stück erhöhter Fußboden hinter der Gegengerade-Tribüne gebaut, die Banden geputzt, Sitzplätze gereinigt, einiges ausgebessert und das Freigelände in Schuss gebracht. Es ist schön, dass in unserer fünften Saison der IceFighters Leipzig der Zusammenhalt so erhalten geblieben ist." Mehr Fotos und Videos auf www.facebook.com/icefightersleipzig

Alle Tore, alle Infos hier! 

Fotos: Marco Lang & Mario Winkler

Abschied und Neubeginn mit Auftaktsieg!

Geschrieben von Tobias Meier. Veröffentlicht in Spielberichte

Das war es also: Unser erstes Pflichtspiel der Saison 2014/2015. Dahinter verbarg sich viel Arbeit in den letzten Wochen und Monaten. Doch die Kraftanstrengungen haben sich gelohnt. Nun hat sie uns wieder, die Lust mit Suchtfaktor und große Liebe Eishockey. Gleich zum ersten Heimspiel, dem Auftakt im NordOst Pokal, gegen die Hannover Scorpions kamen am Samstagabend 1.387 Fans in die Fexcom Eisarena Taucha.

Vorm Anbully wurden die Brüder Müller und Integrationsfiguren zum Leipziger Eishockey emotional verabschiedet. Die Trikots von Jens und Lars unters Zeltdach gezogen und dienen nun als Erinnerung an die erfolgreiche, sportliche Zeit aber auch als Ansporn unserer aktuellen Mannschaft. So begann die neue Saison mit den Beiden auf dem Tauchaer Eis unter tosenden Applaus. Für Jeden gab es eine Ehrenkarte für alle Spiele der IceFighters Heimspiele auf Lebenszeit. Danach kam es zu einer Runde an den Fans vorbei mit dem Titel "You'll Never Walk Alone". Ein toller aber auch ergreifender Moment als Abschluss der aktiven Eishockeylaufbahn der Brüder mit mancher Träne der Anwesenden im Zelt. Anders als Jens in der letzten Saison entschied sich Lars gegen ein Abschiedsspiel (wir berichteten). Das respektieren wir und können anhand der Gründe es nachvollziehen, wünschen Jens wie auch Lars Müller alles Gute und freuen uns mit ihnen auf die nächsten Male in der Fexcom Eisarena Taucha zu den Heimspielen der IceFighters.

Zum Spiel: Es lief sicher noch nicht alles perfekt. Wer hätte das auch erwartet nach der durchwachsenen Vorbereitung sowie bei acht Neuzugängen. Doch es sah schon gut aus, machte Appetit auf mehr. Der erfolgreiche Abschluss des Pokalspiels war verdient erkämpft. Die giftigen Tierchen spielen in der Oberliga Nord und waren unser erster Pflichtspiel-Partner der neuen Saison. Im zuge des Spielverlaufs wurden sie zwar immer lästiger, doch den Todesstoß konnten sie uns nicht geben. Dank einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung und gut aufgelegten IfL-Stürmern blieben die drei Punkte in Taucha. "Wir sind zufrieden fürs Auftaktspiel. Zu Beginn sind wir besser ins Spiel gekommen, Hannover hat später besser dagegen gehalten. Hannover besitzt starke Leute und gute Einzelspieler in den Reihen" meint IfL-Geschäftsführer André Krüll. Weiter: "Bei dem schönen Wetter sind wir mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden und auch im Umfeld hat alles funktioniert. Es war ein guter Auftakt für unsere IceFighters". Trainer Mannix Wolf: "Wir haben einige junge aber auch erfahrene Spieler neu dabei, das Team findet sich gut. Ich habe gesehen was auf dem Eis funktioniert und wo wir noch ansetzen müssen. Der Sieg war wichtig, in Braunlage am Sonntag wollen wir nachlegen". Am 04.10., 19 Uhr steht das erste Spiel in der Oberliga Ost an. FASS Berlin möchte Punkte entführen. Aber nicht mit unserer Mannschaft und den besten Fans der Liga! 
Fotos: Marco Lang  

Endstand: IceFighters vs. Hannover Scoripons 6:4 (3:1, 2:2, 1:1)
Zuschauer: 1.387
IfL-Tore: Hannes Albrecht 3x (9., 15., 31. Minute); Jedrzej Kasperzcyk, 12. Minute. Minute; Marvin Miethke, 39.Minute; Tomas Vrba, 46. Minute
Scorpions-Tore: Robin Ringe, 20. Minute; Herklotz 22. Minute; Andreas Morczinietz, 34. Minute
; Jeffrey Keller, 43. Minute

Weitere Fotos und Videos vom Spiel auf der www.facebook.com/icefightersleipzig

   

IceFighters bleiben in Taucha

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