DERBYSIEG gegen Halle - fünf Stiche ins Bullenherz

Geschrieben von FK. Veröffentlicht in Spielberichte

Nach diesem Derbyknaller sind die IceFighters wohl endgültig in ihrer neuen Heimat Taucha angekommen. Vor, während und nach dem überragenden 5:1 Sieg gegen den „liebsten Feind“ aus der Nachbarstadt Halle bebte die dicolor EisArena am Sonntagabend wie noch nie in der bisherigen Saison.

Dabei standen die Vorzeichen für einen Sieg der Mannschaft von Mannix Wolf nach dem Erfolg am Freitag bei den Preußen nur auf vorsichtig optimistisch, die Favoritenrolle lag nach dem fast fehlerfreien Saisonstart unzweifelhaft bei den Gästen.
Die taten sich von Beginn an überraschend schwer und kamen mit dem offensiven Spiel der IceFighters vor allem im ersten Drittel nicht zurecht und waren im Angriff viel zu harmlos. Leipzig hatte dagegen viel Zug zum Tor, Sebastian Alt vergab in der dritten Minute einen Hochkaräter nach Zuspiel von Tomas Vrba. Die #9 brachte die EisArena acht Minuten später das erste Mal richtig zum Kochen, als er das erste Powerplay zum Führungstreffer nutzte. Seine Direktabnahme der Assists von Jens Müller und Sebastian Alt zwischen den Bullykreisen zappelte unhaltbar hoch auf der rechten Seite im Tor. Die Hausherren setzten ihr Angriffspiel weiter fort und kamen zu guten Möglichkeiten. Bulls-Goalie Haloschan konnte sich wahrlich nicht über Beschäftigungsmangel beschweren. Sein Gegenüber am anderen sollte in diesem Spiel zum „Fels in der Brandung“ avancieren und die Angreifer aus Halle zur Verzweiflung bringen. Zwei Minuten vor Ende des ersten Spielabschnitts war der Arbeitstag von Lars Müller dann leider beendet. Nach einem Foul an Halles Wunderlich, der blutend das Eis verlassen musste, entschied der Unparteiische auf 5+Spieldauer gegen die #91. Von diesem Verlust schiene die IceFighters in der Folge jedoch relativ unbeeindruckt. Im Spiel Vier gegen Vier nutzen sie den schwachen Spielaufbau der Saale Bulls um im Angriffsdrittel den Puck zu gewinnen. Das Zuspiel von Florian Eichelkraut verwandelte Jiri Mikesz ins gefeierten 2:0.

Der Beginn des Mittelabschnitts war geprägt von überraschend offensivem Unterzahlspiel der Hausherren, das den Gästen weiter Probleme bereitete. Nach einem Stockstich an Sebastian Alt konnte auch Thiede mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig duschen gehen. Da Bulle Köllner ebenfalls auf der Strafbank saß ergab sich eine kurzeitige doppelte Überzahl für Leipzig. Petr Hrach wollte diese Chance nicht ungenutzt lassen. 10 Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe feuerte er einen Schuss auf das Tor von Haloschan der, an Freund, Feind und Torwart vorbei zum 3:0 einschlug und für eine weitere Jubelorgie auf den Rängen sorgte. Nominell als Verteidiger aufgestellt überzeugte Sebastian Alt ein weiteres Mal mit seinen offensiven Qualitäten für die er in Spielminute 37 mit seinem fünften Saisontor belohnt wurde. Im Slot vor dem Gästetor setzte er sich gegen alle Abwehrversuche durch. Gästetrainer Otoupalik nahm nach diesem 4:0 eine Auszeit, in der er auch seinen Schlussmann wechselte und für den unglücklichen Haloschan Johnson als Ersatz brachte. Mit dem 4:1 in der 29. Minute gelang den Saale Bulls das erste Ausrufezeichen in der bis hierhin aus ihrer Sicht schwachen Partie. Der Treffer gab ihnen sichtlich Aufschwung. Der Ligafavorit besann sich nun auf seine Stärken und erhöhte den Druck auf die Leipziger Defensive, die in Nicolas Sievers aber den schon erwähnten bärenstarken Rückhalt hatte. Allein zwischen der 35. und 39. Minute konnte er drei Angriffe der Gäste mit beinahe unglaublichen Paraden stoppen.

Der Beginn des letzten Spielabschnitts sah zunächst keine eindeutig überlegene Mannschaft. Den IceFighters waren die Anstrengungen des Spielverlaufs anzusehen, Halle fand aber weiterhin kein probates Mittel, sich erfolgreich gegen die Abwehr oder an deren Ende Nicolas Sievers durchzusetzen. Spätestens als Florian Eichelkraut sechseinhalb Minuten vor Schluss den Spielstand auf 5:1 schraubte war abzusehen welche Mannschaft in diesem Spiel als Sieger vom Platz gehen würde. Ähnlich Sebastian Alt hatte Eichelkraut in Überzahl im Slot den Überblick behalten und konnte den Puck nach mehreren Versuchen über die Torlinie schieben.

Die verbleibende Spielzeit wollte für Viele sicher einfach kein Ende nehmen. Zu langsam schien die Uhr abzulaufen. Als die Fans dann endlich die letzten zehn Sekunden herunter zählen konnten, waren auch auf der Bank der IceFighters zufriedene und lachende Gesichter zu sehen. Nach dem Abpfiff hallte der Jubelorkan noch lange nach. Spieler und Fans feierten sich gegenseitig für diesen unvergleichlichen Eishockeyabend.

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