„Unglaublicher Siegeswille“ bringt IceFighters 4:3 Sieg nach Verlängerung gegen Jonsdorf

Geschrieben von FK. Veröffentlicht in Spielberichte

Was für ein Eishockeyabend in der dicolor EisArena. Mit einem weiter dezimierten Kader (Petr Hrach gesperrt, Tomas Vrba verletzt, Emanuel Grund krank) und der Niederlage in Niesky in den Knochen kämpften sich die IceFighters am Samstagabend zum einem 4:3 Erfolg nach Verlängerung gegen die Jonsdorfer Falken, die ihr einziges Spiel am Wochenende bestritten. Drei Tore von Florian Eichelkraut und der Gamewinner durch Jens Müller sorgten für Vorweihnachtsjubel in der gut gefüllten EisArena.

Die Gäste aus dem Zittauer Gebirge gingen ausgeruht entsprechend schwungvoll in die Partie und wurden für ihren Einsatz nach viereinhalb Minuten mit dem Führungstreffer belohnt. Dieses Tor verwandelten die gut 200 mitgereisten Fans in ihren eigenen Teddybear-Toss und warfen Kuscheltiere auf das Eis vor dem Gästeblock. Den IceFighters waren das kräftezehrende Spiel und der ausgedünnte Kader vom Spiel am Vortag anzumerken. Dennoch kämpfte das Team von Mannix Wolf verbissen und wurde für seinen Kampfgeist in der 13. Minute zum ersten Mal belohnt. Florian Eichelkraut war vom linken Bullykreis erfolgreich. Prompt ging die Wurfattacke von den Rängen los. Minutenlang flogen Plüschtiere auf das Eis, die von Nachwuchsspielern und den Akteuren beider Mannschaften wieder beräumt wurden. Am Ende dieser gemeinnützigen Aktion standen rund 1150 Euro über die sich der Verein Elternhilfe für krebskranke Kinder in Leipzig freuen kann! Die verbleibende Spielzeit des ersten Drittels wirkte dann etwas zerfahren und blieb torlos.

Nach dem Wiederanpfiff sorgten die Gäste dann durch einen Doppelschlag für Ruhe in der EisArena. Zweimal konnte Nicolas Sievers den ersten Falkenangriff noch abwehren. Durch seine Paraden war das Tor dann jedoch leer und auch die Verteidiger konnten die Treffer von Kohl in Überzahl und Hruby nicht verhindern. Auf den Rängen keimte in der 30. Minute wieder Hoffnung auf. Arthur Gross kam auf der Innenseite des rechten Bullykreises frei zum Schuss, den Falken-Goalie Haloschan parieren konnte. Florian Eichelkraut schien auf den Abpraller zur linken Seite spekuliert zu haben, denn genau dort kam er an die Scheibe und verkürzte auf 2:3. Plötzlich war der Aufwind auch auf den Rängen spürbar. Die Fans peitschten ihr Team nach vorn und trieben ihre Mannschaft zum Ausgleich. Florian Eichelkrauts dritter Streich sollte das 3:3 markieren indem er einen Schlagschuss von Dennis Dörner im Powerplay abfälschte. Das Spiel konnte also von vorne beginnen.

Das tat es im letzten Drittel auch mit zahlreichen guten Chancen auf beiden Seiten, die jedoch nicht in Toren endeten. So mussten Verlängerung oder Penaltyschießen die Entscheidung bringen.

Offenbar hatte Jens Müller Pläne für den Abend oder einfach keine Lust mehr, die Spannung noch weiter in die Höhe zu treiben. In der dritten Minute der Verlängerung fasste sich die 16 ein Herz und fuhr samt Scheibe Richtung Angriffsdrittel. Trotz Verteidiger im Weg konnte Müller einen Handgelenkschuss anbringen, der den Goalie der Falken überraschte und den IceFighters den umjubelten Sieg brachte.

„Es ist unglaublich, welchen Siegeswillen dieses kleine Team heute aufgebracht hat! Ohne Tom und Petr gegen diese starken Jonsdorfer. Das kann ich gar nicht hoch genug bewerten,“ sagte ein sichtlich beeindruckter Mannix Wolf nach dem Spiel. „Das Team, die Fans und der Verein haben dieses Weihnachtsgeschenk verdient!“

Die Spieler haben während der Feiertage nun die Gelegenheit, ihren Körpern die dringend verdiente Ruhe zu gönnen. Über den Weihnachtstagen schwebt aber schon das Derby am 28. Dezember bei den Saale Bulls in Halle.

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