Nichts zu holen in Halle, IceFighters verlieren deutlich mit 2:8

Geschrieben von FK. Veröffentlicht in Spielberichte

Mit einem weiter dezimierten Kader, der die Ausfälle von Tomas Vrba (verletzt) und Lars Müller (krank) nicht kompensieren konnte, hatten die IceFighters am Freitagabend beim Ligaprimus Saale Bulls Halle keine Chance. Vor allem die Special-Teams des Tabellenersten überzeugten vor über 4000 Zuschauern, darunter über 600 aus Leipzig, mit fünf Toren, viele aufgrund zumindest fragwürdiger Entscheidungen der Unparteiischen.

Dabei ließ sich das erste Drittel aus Sicht der IceFighters noch gut an, auch wenn Halle von Beginn an mit viel Druck und Geschwindigkeit in die Partie ging. Die Leipziger Defensive arbeitete konzentriert, Nicolas Sievers im Tor war von Beginn an gefordert und bildete einen starken Rückhalt, der in Dustin Haloschan auf Seiten der Hausherren ein ebenbürtiges Gegenüber fand. So brauchte die Tormaschine der Sachsen-Anhaltiner bis zur 12. Minute um erstmals im Powerplay erfolgreich zu sein. Torschütze Kolozvary legte noch vor der ersten Pause seinen zweiten Treffer nach und brachte sein Team damit auf 2:0 nach vorn.

Es begann ein Drittel, in dem die IceFighters mehr als die Hälfte der Spielzeit in Unterzahl auf dem Eis standen, während die Gastgeber gerade einmal zwei Minuten personell geschwächt waren. Entsprechend gestaltete sich die Torstatistik mit vier Treffern für die Saale Bulls. Das Leipziger Tor fiel nach einer Unachtsamkeit Halles in Überzahl. Jiri Mikesz und Torschütze Arthur Gross schalteten am schnellsten und nutzten den Scheibenverlust hinter dem Hallenser Tor. Viel mehr wollte offensiv einfach nicht gelingen. Die wenigen Angriffe die es bis vor das Tor der Hausherren schafften, waren sichere Beute des Goalies.

Mannix Wolf wechselte zu Beginn des Schlussdrittels Erik Reukauf für Nicolas Sievers ins Tor. Es sollte acht Minuten dauern, bis das Powerplay der Saale Bulls erneut erfolgreich war. Der letzte Treffer der Gastgeber fiel zehn Minuten vor dem Abpfiff. JayJay Kasperczyks Treffer zum 8:2 war nur noch Ergebniskosmetik, indem er einen Schuss von Jens Müller abfälschte.
Vollkommen unnötig und unsportlich wurde es kurz vor Ende des Spiels, als die Partie schon lange entschieden war. Sebastian Alt bekam bei einem Break durch Halles Schmitz einen Axthieb in den Rücken der, obwohl selbst von Spielern zugegeben, von den Schiedsrichtern ungeahndet blieb. Alt wurde minutenlang auf dem Eis behandelt und anschließend mit Verdacht auf eine Rückenverletzung ins Krankenhaus gefahren. Übeltäter Schmitz wurde nach dem Abpfiff zum besten Spieler der Partie gekürt…

„Halle hat hier und heute verdient gewonnen. Wir haben im Spiel einfach zu viel Penalty-Killing Training erhalten. Die tolle Kulisse auf beiden Seiten  ist gut für den Eishockeysport“, sagte Mannix Wolf im Anschluss.

Ein Tag bleibt den IceFighters zum Wunden lecken, ehe am Sonntag mit den Black Dragons Erfurt das nächste schwere Heimspiel ansteht.

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